A couple reunited on a lamplit city street with a wedding procession in the distance

Hohelied 3

Lutherbibel 1912
Kapitelüberblick
Da sie ihren Geliebten in der Nacht nicht findet, durchsucht die Frau Straßen und Plätze, fragt die Wächter und hält ihn schließlich fest. Die Szene wendet sich dann Salomos duftendem und bewachtem Zug zu, seiner kostbar gearbeiteten Sänfte, seiner Hochzeitskrone und der öffentlichen Freude.
SucheWiederfindenHingabeHochzeitszugFreude
1Des Nachts auf meinem Lager suchte ich, den meine Seele liebt. Ich suchte; aber ich fand ihn nicht.
2Ich will aufstehen und in der Stadt umgehen auf den Gassen und Straßen und suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte; aber ich fand ihn nicht.
3Es fanden mich die Wächter, die in der Stadt umgehen: “Habt ihr nicht gesehen, den meine Seele liebt?”
4Da ich ein wenig an ihnen vorüber war, da fand ich, den meine Seele liebt. Ich halte ihn und will ihn nicht lassen, bis ich ihn bringe in meiner Mutter Haus, in die Kammer der, die mich geboren hat.
5Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Rehen oder Hinden auf dem Felde, daß ihr meine Freundin nicht aufweckt noch regt, bis es ihr selbst gefällt.
6Wer ist die, die heraufgeht aus der Wüste wie ein gerader Rauch, wie ein Geräuch von Myrrhe, Weihrauch und allerlei Gewürzstaub des Krämers?
7Siehe, um das Bett Salomos her stehen sechzig Starke aus den Starken in Israel.
8Sie halten alle Schwerter und sind geschickt, zu streiten. Ein jeglicher hat sein Schwert an seiner Hüfte um des Schreckens willen in der Nacht.
9Der König Salomo ließ sich eine Sänfte machen von Holz aus Libanon.
10Ihre Säulen sind silbern, die Decke golden, der Sitz purpurn, und inwendig ist sie lieblich ausgeziert um der Töchter Jerusalems willen.
11Gehet heraus und schauet an, ihr Töchter Zions, den König Salomo in der Krone, damit ihn seine Mutter gekrönt hat am Tage seiner Hochzeit und am Tage der Freude seines Herzens.

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