Grieving families kneel among overturned sanctuary vessels and smoke-darkened walls after invasion

Psalmen 79

Lutherbibel 1912
Kapitelüberblick
Psalm 79 beklagt ein überfallenes Jerusalem, ein entweihtes Heiligtum, und öffentliche Schande vor benachbarten Nationen. Die Gemeinschaft bekennt Not, fleht um mitfühlende Rettung, und verspricht dauerhaften Dank, damit das wiederhergestellte Volk durch Generationen lobe.
KlageWiederherstellungBarmherzigkeitGemeinschaft
1Ein Psalm Asaphs. Gott, es sind Heiden in dein Erbe gefallen; die haben deinen heiligen Tempel verunreinigt und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht.
2Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vögeln zu fressen gegeben und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande.
3Sie haben Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser; und war niemand, der begrub.
4Wir sind unsern Nachbarn eine Schmach geworden, ein Spott und Hohn denen, die um uns sind.
5HERR, wie lange willst du so gar zürnen und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen?
6Schütte deinen Grimm auf die Heiden, die dich nicht kennen, und auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen.
7Denn sie haben Jakob aufgefressen und seine Häuser verwüstet.
8Gedenke nicht unsrer vorigen Missetaten; erbarme dich unser bald, denn wir sind sehr dünn geworden.
9Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen; errette uns und vergib uns unsre Sünden um deines Namens willen!
10Warum lässest du die Heiden sagen: “Wo ist nun ihr Gott?” Laß unter den Heiden vor unsern Augen kund werden die Rache des Blutes deiner Knechte, das vergossen ist.
11Laß vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; nach deinem großen Arm erhalte die Kinder des Todes
12und vergilt unsern Nachbarn siebenfältig in ihren Busen ihr Schmähen, damit sie dich, Herr, geschmäht haben.
13Wir aber, dein Volk und Schafe deiner Weide, werden dir danken ewiglich und verkündigen deinen Ruhm für und für.

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